Sicherheit in sozialen Einrichtungen ist eine eigene Disziplin
Die meisten Sicherheitsdienste sind für Objekte ausgebildet: Zutritt kontrollieren, Gelände sichern, im Zweifel abwehren. In einer Wohngruppe, einer Notaufnahme oder einem Jugendamt führt genau diese Ausbildung ins Leere. Wer dort auftritt wie an einem Werkstor, verschärft die Lage, statt sie zu beruhigen.
Denn die Menschen, um die es geht, sind keine Eindringlinge. Es sind Jugendliche mit Gewalterfahrung, Patienten in einer akuten Krise, Angehörige am Ende ihrer Kräfte. Sie brauchen kein Gegenüber, das Stärke demonstriert, sondern eines, das die Situation liest und sie nicht weiter aufheizt.
Wir arbeiten deshalb anders. Unsere Mitarbeiter haben die IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a GewO bestanden, legen ein erweitertes Führungszeugnis nach § 30a BZRG vor und sind in Deeskalation geschult. Sie treten zurückhaltend auf, kennen den Unterschied zwischen Nähe und Distanz und wissen, wann sie eingreifen und wann sie warten. Der pädagogische oder pflegerische Auftrag der Einrichtung bleibt dabei unberührt — wir stützen ihn, wir ersetzen ihn nicht.
Kommunikation vor Konfrontation
Jede Eskalation, die nicht stattfindet, ist der bessere Einsatz. Deeskalation steht bei uns nicht am Ende der Ausbildung, sondern am Anfang.
Präsenz statt Auftritt
Unsere Kräfte arbeiten im Hintergrund. Wer sie im Alltag kaum bemerkt und im Ernstfall sofort neben sich hat, bekommt genau das, was gebraucht wird.
Feste Gesichter
Vertrauen entsteht nicht bei wechselndem Personal. Wir setzen dieselben Menschen in derselben Einrichtung ein, damit Bewohner und Team sie kennen.